kreuzberg handelt-wirtschaften im quartier

Wie kann Regionalentwicklung gelingen?

Luna Weineck hat die drei Quartiersmanagementgebiete und ihre Zwischenräume zum Projektbeginn als einen Aktionsbereich – den des
Goldenen Dreiecks – definiert und diesem Gebiet damit einen neuen, interessanten aber gleichzeitig auch umstrittenen Namen gegeben, der Aufmerksamkeit und Interesse provoziert. Also mussten zunächst die lokalen Akteure für eine Zusammenarbeit gewonnen werden…

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Beschreibung

Projekt-Dokumentation KREUZBERG HANDELT – WIRTSCHAFTEN IM QUARTIER
Bilder, Aktionen und Visionen im Spannungsfeld des Goldenen Dreiecks

Kreuzberg ist vielfältig. Jedoch ist die Vielfalts-These einseitig. Ist das eine Quartiersmanagementgebiet geprägt von Touristenströmen, gekennzeichnet
durch die Vitalität eines multikulturell bestimmten Schmelztiegels (Kreuzberg– die Welt in Einem) und international berühmt-berüchtigt wegen seiner
Drogenproblematik, so kennzeichnet die beiden anderen Quartiere Stagnation, Geschäftsaufgaben, Leerstand, Arbeitslosigkeit und Öde.

Was am Kottbusser Tor zu viel ist, wird im Wassertor-Kiez und am Mehringplatz vermisst. Touristen und Touristinnen meiden diese Quartiere, sie bewegen sich allenfalls auf immer gleichen ausgetretenen Pfaden um diese Stadtteile herum. Die angrenzenden Quartiere werden von ihnen allenfalls peripher berührt, in Folge dessen liegen Handel und Wandel danieder.

Kann nun Ausgleich geschehen? Ist es denkbar und möglich, die Ströme ab- oder umzuleiten? Kann, was dort – im Südosten – zu viel ist, den anderen Quartieren zu neuer Vitalität, zu Aufschwung und Vielfalt verhelfen? Die Stadt selbst wird zur Aufgabe. Kommunale Politik, Verwaltung, Kultur und Wirtschaft (Einzelhandel, Gastronomie, Hotellerie, Handwerk, Kreativwirtschaft) stehen vor komplexen Herausforderungen.

Drei heterogene Quartiersmanagementgebiete, häufig nur durch ihre jeweilige Problematik in der Öffentlichkeit definiert, sollten durch das Projekt „kreuzberg handelt-wirtschaften im quartier“ attraktiv werden für neue Unternehmensgründungen, sollten Kundinnen und Kunden zum Einkauf stimulieren.

„Berlin – arm, aber sexy“ ist schon lange zu einem Begriff geworden. Die Bezeichnung Quartiersmanagementgebiet hingegen vermittelt bei
Außenstehenden eher die Vorstellung „arm und problematisch“. Ein attraktives Standortmarketing für die genannten drei Kreuzberger Quartiersmanagementgebiete erforderte jedoch eine Begrifflichkeit, die strahlt und wieder erkennbar ist, die Bilder und Vorstellungen weckt, ohne die aktuellen Probleme zu vertuschen.

Aus der Lage der Gebiete und den bereits von Touristen und Touristinnen frequentierten Kreuzberger Straßen Friedrichstraße und Kochstraße ergaben
sich Lage und Form eines Dreiecks, wohl wissend, dass erfolgreiche Projekte in diesem Gebiet längerfristig auch auf Nachbarbereiche ausstrahlen werden.

Luna Weineck hat die drei Quartiersmanagementgebiete und ihre Zwischenräume zum Projektbeginn als einen Aktionsbereich – den des
Goldenen Dreiecks – definiert und diesem Gebiet damit einen neuen, interessanten aber gleichzeitig auch umstrittenen Namen gegeben, der Aufmerksamkeit und Interesse provoziert. Also mussten zunächst die lokalen Akteure für eine Zusammenarbeit gewonnen werden.

Die Tourismus- und Kreativwirtschaft zum Ausgangspunkt zukünftiger gemeinsamer Aktivitäten zu machen, ist den Akteuren geschuldet, die sich sichtbar im und für das Gebiet engagieren. Dabei fiel während der Projektdauer von drei Jahren immer wieder deutlich auf, dass zwar Vieles in
Kreuzberg passiert, aber in der Regel nebeneinander her untersucht, geplant und agiert wird, sowohl auf Behörden-, Unternehmens-, als auch
Akteursebenen….

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