Neubeginn


Abwanderung der Jugend – oder: “These Boots Are Made for Walkin”

 „Was können wir tun, um die (jungen) Leute hier zu behalten?“ ist die zentrale Frage, die man sich in ländlichen Regionen stellt, denn der demografische Wandel trifft ländliche Regionen besonders hart. Wer kann, zieht weg, übrig bleiben nur die Alten und Schwachen, heißt es. In der Tat treibt es nicht wenige junge (und jung gebliebene) Leute hinaus in die Welt, um dort ihr Glück zu suchen.  Und das ist auch gut so, behaupte ich.

Abwanderung

Hundephysiotherapie: Hunde sind bei Stefanie Kaden in guten Händen

tRaumberufe auf dem Land – heute: Patienten auf 4 Beinen

Unbestritten: das Leben auf dem Land ist ein völlig anderes als in der Stadt. Doch während die Medien in der Regel am liebsten darüber berichten, was auf dem Land alles fehlt, gibt es dort natürlich auch gleichzeitig Dinge und Möglichkeiten, die man in der Stadt seltener bis gar nicht antrifft. Berufe mit Tieren zum Beispiel. In letzter Zeit sind mir immer wieder Frauen über den Weg gelaufen, die ihren Traum verwirklicht haben, mit Tieren zu arbeiten. Einige davon sind gerade deshalb in die Oberlausitz gezogen, andere sind weggezogen und zurückgekehrt und wieder andere wollten nie weg von dort. Eine davon ist… Weiterlesen tRaumberufe auf dem Land – heute: Patienten auf 4 Beinen


Mein tRaumberuf: Irgendwas mit Tieren… 1

Foto: Monique Münch Die beruflichen Möglichkeiten gehören zu den wesentlichen Entscheidungskriterien an einem Ort zu bleiben oder zu gehen. Und in der Regel hören wir davon, dass Menschen vom Land in die Stadt flüchten, weil sie glauben, dort mehr berufliche Möglichkeiten zu haben als auf dem Land. Nun, alles ist relativ. Tatsächlich ist die Arbeitslosenquote in Berlin seit Jahren höher als in der Oberlausitz und die durchschnittlich etwas höheren Gehälter werden schnell von den deutlich höheren Lebenshaltungskosten aufgefressen. Und dann kommt es natürlich auch noch darauf an, was man eigentlich tun möchte. Während in Berlin gefühlt jede_r Zweite „irgendwas mit… Weiterlesen Mein tRaumberuf: Irgendwas mit Tieren…

Landschaft mit Pferden Foto: Monique Münch

Pferde

Endlich Land sehen – heute: „Einfach tun!”, sagt Monique aus Berlin 1

Warum zieht eigentlich jemand in die Oberlausitz? Was sind das für Menschen, wie alt sind die, was machen die da? Nun, wie ich festgestellt habe, sind das ganz unterschiedliche Menschen: unterschiedliches Alter, unterschiedliche Berufe, unterschiedliche Lebenssituation. Eines haben sie allerdings alle gemeinsam: die Sehnsucht nach #Landleben, nach #Selbstverwirklichung, nach einem #Neubeginn in ihrem Leben. Und alle können damit leben oder finden es sogar besonders spannend, dass etwas erst noch im Werden begriffen ist: das alte Haus, das oft erst nach und nach saniert wird und lange Zeit eine Baustelle (mit vielen Optionen) bleibt, eine berufliche (Neu-) Orientierung, die manchmal schrittweise… Weiterlesen Endlich Land sehen – heute: „Einfach tun!”, sagt Monique aus Berlin


Endlich Land sehen! Heute: “Gemeinsam am Rotstein”

Es war einmal eine kleine Familie, die lebte auf einem alten Hof mit Hühnern und Katzen am Rande des Weilers #Dolgowitz, der vor langer Zeit einmal von Slawen erbaut wurde und heute zu dem kleinen Städtchen #Löbau in der #Oberlausitz gehört. Manchmal stromerten Eltern und Kinder nicht nur über ihre eigenen Weiden und Wiesen, sondern auch über das nahegelegene Rotstein-Bergmassiv. Dort, im ältesten Naturschutzgebiet Sachsens fanden sie Kräuter und Pilze und begegneten seltenen Vögeln und Wild und manchmal spielten sie auf dem Gipfel in den Wall- und Grabenruinen einer ehemaligen Wallburg Verstecken. So oder ähnlich beginnen Märchen oder Marketingtexte. Märchenhaft… Weiterlesen Endlich Land sehen! Heute: “Gemeinsam am Rotstein”

Landkind Raumpioniere

Balkon

Gehen oder bleiben? Stadt oder Land?

Das fragen sich – auch wenn es für einige völlig irrwitzig zu sein scheint – tatsächlich auch die einen oder anderen Großstädter, zumindest mal von Zeit zu Zeit, potentielle Raumpionierinnen und Raumpioniere oder eben natürlich auch: tRaumpilotinnen. Während sich viele, die immer in der Oberlausitz gelebt haben, überhaupt nicht vorstellen können, was irgend jemanden – vor allem Großstädter – ausgerechnet hierhin ziehen könnte, träumen nicht wenige dieser Städter gerade von den Möglichkeiten, die man dort findet, wo nicht viel oder gar nichts ist, wo man noch etwas entwickeln kann, wo man noch Raum zum selbstbestimmten Leben und Wirtschaften findet –… Weiterlesen Gehen oder bleiben? Stadt oder Land?


Von einem, der auszog… #Leipzig#Bautzen#Berlin

Ein aktueller Artikel von Lauter Bautz´ner, der mich nachdenklich macht und den ich deshalb gerne mit Dir teilen will: „Freunde gefunden“ – über einen kurzen Aufenthalt in Bautzen “Entgegen dem Strom der Abwandernden wollte es sich ein Kind der Großstadt in der beschaulichen Oberlausitz gemütlich machen. Daraus wurde nichts. Hudson zog es vor über einem halben Jahr von Leipzig nach Bautzen. Nun setzt er seine Reise fort und wohnt zukünftig in Berlin, wie so viele Ex-Bautzener. Warum er seine Segel neu ausrichtete, was war und was bleibt von der kurzen Zeit in Bautzen, das wollte ich vom bekannten Laba-Radio-DJ wissen….”… Weiterlesen Von einem, der auszog… #Leipzig#Bautzen#Berlin

Ein Blick durch die Kamera eines Zugezogenen | Foto: Hudson (CC BY-NC-SA 2.0)

augen

Augen auf und durch!

Mein Augenarzt sagte gestern zu mir: „Glückwunsch – 80-100 Prozent! Jetzt sehen Sie auf dem Auge wieder wie eine 18jährige.“ Was er nicht wissen konnte: als ich 18 war, sah ich ohne Brille oder Kontaktlinsen ungefähr noch so viel wie ein Maulwurf. Meine erste Brille bekam ich nämlich schon in der Grundschule. Ich hatte zwar alle Aufgaben richtig gerechnet, doch leider hatte ich die Zahlen alle falsch von der Tafel abgeschrieben, obwohl ich in der ersten Reihe saß… Ich könnte also eigentlich behaupten, ich sehe jetzt die Welt wieder mit dem Auge eines Kleinkindes und tatsächlich sieht sie ohne den… Weiterlesen Augen auf und durch!


Glück ist, wenn die Katastrophe eine Pause macht

Seit Mitte November bin ich jetzt also wieder in Berlin. Mein Töchterchen hatte Geburtstag, mein Mütterchen wurde in der Oberlausitz ganz rastlos und quengelig und nicht zuletzt gibt es nach wie vor Berliner Auftraggeber_innen und Geschäftspartner_innen, die nicht vernachlässigt werden dürfen. Aber ich vermisse mein Dorf und die Menschen aus der Oberlausitz seit dem ersten Tag und es kommt mir vor, als wäre ich schon wieder seit Jahren hier… Meine Mutsch ist dann nach einer Woche wieder nach Aachen abgereist, mit der Aussicht “vielleicht” Weihnachten wieder nach Berlin und dann “vielleicht” auch wieder mit in die Oberlausitz zu kommen. Mal… Weiterlesen Glück ist, wenn die Katastrophe eine Pause macht


Bunzlauer Tippl

In der Höhle des Löwen 1

Einfach nur mal schnell die Mails checken Ich dachte ja, ich wäre clever, als ich mir bei der Telekom vor meiner Abreise “für den Übergang” noch schnell eine Test-Sim-Karte mit Internet-Guthaben (LTE) für 30 Tage bestellt und von Freunden eine hdspa-Antenne geliehen habe und dachte, dass ich so wenigstens meine Mails abrufen könnte….Hast Du schon einmal versucht, mit sagenhaften 39kb/s in´s Netz zu kommen? Das kannst Du Dir nicht vorstellen und das willst Du Dir auch nicht vorstellen. Also war erstmal nüscht mit Internet und Mails. In meinem Smartphone habe ich 2 Sim-Karten: eine Prepaid von Blau.de (seit kurzem im… Weiterlesen In der Höhle des Löwen


Wieso mache ich das überhaupt?

Wieso bleibe ich nicht einfach in meiner netten kleinen Wohnung in Friedrichshain-Kreuzberg, umgeben von Freunden, Cafés und reichhaltigen (sub-)kulturellen Angeboten, da wo der Bär steppt? Nun, ich persönlich brauche beides – die unendlichen Möglichkeiten der Großstadt für den Verstand und die Anregungen für Herz und Seele, die man nur auf dem Land finden kann. Ruhe und die Möglichkeit zur Besinnung sind ein sehr wertvolles Gut, liebe Oberlausitzer, das man vor allem dann zu schätzen weiß, wenn man mitten in der Großstadt lebt und genau das nicht hat. Und die Entschleunigung, die man nur auf dem Land erleben kann, die Konzentration… Weiterlesen Wieso mache ich das überhaupt?

mein Herbstblick

Fensterblick

Samstag, 3.10.2015: Hallo Haus!

Irgendwie ist es gerade verhext mit der Technik: Mein Zigarettenanzünder geruht just in dem Moment den Geist aufzugeben, als ich losfahren will, also ist nüscht mit Navi, aber was soll´s, ich finde den Weg auch so. Bei traumhaftem Wetter geht es am Samstag los aus Berlin und bis Dresden verläuft auch alles sehr entspannt auf der Autobahn. Zwischen Dresden und Bautzen allerdings wird es deutlich unruhiger: jede Menge Möchtegern-Rennfahrer aus Dresden haben es gerade ganz eilig in die Oberlausitz zu kommen und liefern sich ihre Rennen. Gleichzeitig fahren andauernd Wagen des Bundesgrenzschutzes an mir vorbei. Das Akku meines Smartphones ist… Weiterlesen Samstag, 3.10.2015: Hallo Haus!


Nur, wenn man auch ins Ungewisse springt, spürt man noch, dass man lebt

Kommendes Wochenende breche ich auf in die Oberlausitz und ich fühle mich, als würde ich als Einsiedlerin in die Wildnis eines unbekannten Landes auswandern. Völlig verrückt. Die Tatsache, dass ich diesmal vorhabe, nicht nur einen kurzen Urlaub dort zu verbringen, sondern erst einmal dort zu bleiben, lässt die Gegend, die mir seit meiner Kindheit vertraut ist, plötzlich völlig anders erscheinen. Ich bin mir immer noch nicht sicher, wann und wie ich in Sachsen ins Netz kommen werde, um meinen Job zu machen und wie meine Auftragslage dort aussehen wird. Und es wird erst einmal schwierig werden, mit meinen Berliner Freunden… Weiterlesen Nur, wenn man auch ins Ungewisse springt, spürt man noch, dass man lebt

Oberlausitz

Twentysomething

Spätpubertierend

Irgendwann wacht man auf und beginnt sich Fragen zu stellen – Fragen, die schon seit längerem in einem schlummern und nun mit aller Macht nach oben drängen. Man fragt sich, was eigentlich noch von dem Menschen übrig ist, der man einmal war, welche Ziele und Träume, die einem mit 20 so unglaublich wichtig waren, auch wirklich erreicht wurden. Ob man das, was man tut, auch wirklich tun will oder nur, weil man denkt, dass man es tun muss. Ob das Bild, das andere von einem haben, übereinstimmt mit dem Bild, wie man sich selbst sieht. Die Spätpubertierende Bei mir begann… Weiterlesen Spätpubertierend


Das war´s jetzt etwa?

Vor etwa zwei Wochen wartete ich bei der Hausärztin meiner Mutter auf ein Rezept für sie. Auch, wenn es mir unwirklich vorkommt: ich bin jetzt – wie sagt man so schön – in meiner “Lebensmitte” angekommen. Das heißt, meine Kinder stehen noch nicht auf ihren eigenen Füßen und meine 80-jährige Mutsch benötigt mehr und mehr Unterstützung im Alltag. Es ist abzusehen, dass sie es in nicht allzu ferner Zeit überhaupt nicht mehr alleine schaffen wird und jetzt, nachdem sie einen Eingriff am Herzen hatte, war ich bei ihr in Aachen, damit sie wieder auf die Füße kommen konnte und um… Weiterlesen Das war´s jetzt etwa?

Bahngleise an der Warschauer Straße

Blümchen

Should I stay…

Über Sachsen hört man derzeit nur Schlechtes und die Sachsen selbst scheinen eher zu verstehen, wenn jemand ihr Land verlassen möchte, als dass er oder sie sich freiwillig dort niederlässt. Nazis, Arbeitslosigkeit und fehlende Infrastruktur sind tägliche Schreckgespenster und im Westen ist sowieso alles besser… Einige meiner Berliner Freunde halten mich ja für völlig bekloppt, andere sind völlig begeistert. Die meisten kreativen Menschen haben sich ja Gottseidank die Begeisterungsfähigkeit von Kindern erhalten, die dort noch Schönheit und Inspiration entdecken, wo andere nur den Mangel sehen. Ich selbst bin ebenfalls völlig hin- und hergerissen. Bin ich in der Lage, alleine in… Weiterlesen Should I stay…