Regionalentwicklung


Ein lautes “Nein” zu Faschismus

Bisher habe ich mich immer sehr zurückgehalten und mich in der Regel hier nicht politisch geäußert. Nun aber kann ich die Füße nicht mehr stillhalten, denn seit Dezember erreichen mich in meinem beschaulichen Oberlausitzer Dorf ständig solche Meldungen: Neonazi-Festival „Schild und Schwert“: Neonazis stürmen die Provinz Neonazi-Festival „Schild und Schwert“: Neonazis stürmen die Provinz Neonazis planen nach Themar erneut ein Musikfestival, um die Szene zusammenzubringen und zu vernetzen – diesmal in Ostritz. Die NPD-Politiker Thorsten Heise und Udo Voigt sind als Redner angekündigt. Source: www.fr.de/politik/rechtsextremismus/neonazi-festival-schild-und-schwert-neonazis-stuermen-die-provinz-a-1421607 Und das gefällt mir nicht. Das gefällt mir überhaupt nicht. Unabhängig von mir und meiner persönlichen Einstellung… Weiterlesen Ein lautes “Nein” zu Faschismus

Petition NPD Ostritz

Abwanderung

Abwanderung der Jugend – oder: “These Boots Are Made for Walkin”

 „Was können wir tun, um die (jungen) Leute hier zu behalten?“ ist die zentrale Frage, die man sich in ländlichen Regionen stellt, denn der demografische Wandel trifft ländliche Regionen besonders hart. Wer kann, zieht weg, übrig bleiben nur die Alten und Schwachen, heißt es. In der Tat treibt es nicht wenige junge (und jung gebliebene) Leute hinaus in die Welt, um dort ihr Glück zu suchen.  Und das ist auch gut so, behaupte ich.


Peter Pan lebt in der Oberlausitz – ich habe ihn gesehen!

Es gibt ihn tatsächlich: einen soziokulturellen Ort in der Oberlausitz, an dem Natur, Kunst und Kultur aufeinandertreffen, das Oberlausitzer “Nimmerland” von Peter Pan, die Kulturinsel Einsiedel. Vergangenes Wochenende habe ich ihn für mich entdeckt, als dort wieder einmal zum Folklorum und zu den Turisedischen Festspielen gerufen wurde. Die (Baum-) Häuser sind hier schief und bunt, die Tiere leben auf den Dächern und überall auf der riesigen Fläche des Erlebnisparks warten diesseits und jenseits der Neiße geheimnisvolle Orte darauf, entdeckt zu werden. Der Fantasie werden hier passiv und aktiv keinerlei Grenzen gesetzt, alles scheint ständig im Fluss zu sein, nichts bleibt, wie es… Weiterlesen Peter Pan lebt in der Oberlausitz – ich habe ihn gesehen!


Raumerweiterungshalle

Mission Impossible? Rettet die tRaumerweiterungshalle

Bist Du spontan, etwas verrückt und begeisterungsfähig? Brauchst Du Raum (am liebsten eine ganze Halle), um Deine Ideen verwirklichen zu können? Gehörst Du zu denen, die ein fast vergessenes Stück DDR-Kulturgut nicht nur retten, sondern ihr eigen nennen wollen? Dann bist Du nicht der/die Erste. Die Raumerweiterungshalle: Eine für alles Eigentlich wurde die temporäre Kunsthalle in der DDR erfunden: Eine Berliner Galeristin entdeckt die „Raumerweiterungshalle“ neu, mit einer Ausstellung in Prenzlauer Berg. Wir erzählen die Geschichte eines architektonischen Unikums Source: www.tagesspiegel.de/kultur/ddr-architektur-die-raumerweiterungshalle-eine-fuer-alles/4601592.html Es gibt Leute, die sehen darin nur ein großes Stück Schrott, für andere dagegen ist sie ein unbedingt schützenswertes… Weiterlesen Mission Impossible? Rettet die tRaumerweiterungshalle


tRaumberufe auf dem Land – heute: Patienten auf 4 Beinen

Unbestritten: das Leben auf dem Land ist ein völlig anderes als in der Stadt. Doch während die Medien in der Regel am liebsten darüber berichten, was auf dem Land alles fehlt, gibt es dort natürlich auch gleichzeitig Dinge und Möglichkeiten, die man in der Stadt seltener bis gar nicht antrifft. Berufe mit Tieren zum Beispiel. In letzter Zeit sind mir immer wieder Frauen über den Weg gelaufen, die ihren Traum verwirklicht haben, mit Tieren zu arbeiten. Einige davon sind gerade deshalb in die Oberlausitz gezogen, andere sind weggezogen und zurückgekehrt und wieder andere wollten nie weg von dort. Eine davon ist… Weiterlesen tRaumberufe auf dem Land – heute: Patienten auf 4 Beinen

Hundephysiotherapie: Hunde sind bei Stefanie Kaden in guten Händen

Kornmarktplatz / Bautzen

Bautzen als Lehrstück

Wenn ich derzeit in Richtung Bautzen sehe und die Details ausblende, die in sämtlichen Presseartikeln im Vordergrund stehen – rechts/links, deutsch/nichtdeutsch – sehe ich vor allem eins: jede Menge junge Leute, die anscheinend außer Rand und Band sind. Ausgerechnet in einer Region, wo permanent damit gehadert wird, dass die Gegend überaltert, dass es zu wenige junge Menschen gibt, steht jetzt plötzlich die Jugend im Fokus. Und an der Art und Weise, wie sie hier im Fokus steht, glaube ich vor allem eines zu erkennen: diese Region hat den Bezug zur Jugend derzeit völlig verloren. Was nicht bedeuten soll, dass es… Weiterlesen Bautzen als Lehrstück


Endlich Land sehen – heute: „Einfach tun!”, sagt Monique aus Berlin 1

Warum zieht eigentlich jemand in die Oberlausitz? Was sind das für Menschen, wie alt sind die, was machen die da? Nun, wie ich festgestellt habe, sind das ganz unterschiedliche Menschen: unterschiedliches Alter, unterschiedliche Berufe, unterschiedliche Lebenssituation. Eines haben sie allerdings alle gemeinsam: die Sehnsucht nach #Landleben, nach #Selbstverwirklichung, nach einem #Neubeginn in ihrem Leben. Und alle können damit leben oder finden es sogar besonders spannend, dass etwas erst noch im Werden begriffen ist: das alte Haus, das oft erst nach und nach saniert wird und lange Zeit eine Baustelle (mit vielen Optionen) bleibt, eine berufliche (Neu-) Orientierung, die manchmal schrittweise… Weiterlesen Endlich Land sehen – heute: „Einfach tun!”, sagt Monique aus Berlin

Pferde

Balkon

Gehen oder bleiben? Stadt oder Land?

Das fragen sich – auch wenn es für einige völlig irrwitzig zu sein scheint – tatsächlich auch die einen oder anderen Großstädter, zumindest mal von Zeit zu Zeit, potentielle Raumpionierinnen und Raumpioniere oder eben natürlich auch: tRaumpilotinnen. Während sich viele, die immer in der Oberlausitz gelebt haben, überhaupt nicht vorstellen können, was irgend jemanden – vor allem Großstädter – ausgerechnet hierhin ziehen könnte, träumen nicht wenige dieser Städter gerade von den Möglichkeiten, die man dort findet, wo nicht viel oder gar nichts ist, wo man noch etwas entwickeln kann, wo man noch Raum zum selbstbestimmten Leben und Wirtschaften findet –… Weiterlesen Gehen oder bleiben? Stadt oder Land?


Von einem, der auszog… #Leipzig#Bautzen#Berlin

Ein aktueller Artikel von Lauter Bautz´ner, der mich nachdenklich macht und den ich deshalb gerne mit Dir teilen will: „Freunde gefunden“ – über einen kurzen Aufenthalt in Bautzen “Entgegen dem Strom der Abwandernden wollte es sich ein Kind der Großstadt in der beschaulichen Oberlausitz gemütlich machen. Daraus wurde nichts. Hudson zog es vor über einem halben Jahr von Leipzig nach Bautzen. Nun setzt er seine Reise fort und wohnt zukünftig in Berlin, wie so viele Ex-Bautzener. Warum er seine Segel neu ausrichtete, was war und was bleibt von der kurzen Zeit in Bautzen, das wollte ich vom bekannten Laba-Radio-DJ wissen….”… Weiterlesen Von einem, der auszog… #Leipzig#Bautzen#Berlin

Ein Blick durch die Kamera eines Zugezogenen | Foto: Hudson (CC BY-NC-SA 2.0)

nicht Florenz, sondern Zittau

Ödnis oder Entwicklungspotential – alles eine Frage der Perspektive

Als Friedrichshain-Kreuzbergerin merke ich, mein Blick auf die Oberlausitz ist ein völlig anderer als der Blick derer, die schon immer hier waren. Als ich Anfang ´89 nach Berlin kam, waren es vor allem die vielen Möglichkeiten, die sich darboten, die mich so faszinierten. Ich war umgeben von Menschen, die experimentierten, die gestalteten, die Freiräume besetzten, die mit wenigen Mitteln aus Nichts etwas machten. Es ging dabei weniger darum, erfolgreiche “Startups” zu werden, sondern mehr um ein Lebensgefühl, darum, zuzulassen, dass man Ideen und Visionen hatte, Mitstreiter zu finden und es einfach zu versuchen. Und Spaß dabei zu haben. Freiräume können… Weiterlesen Ödnis oder Entwicklungspotential – alles eine Frage der Perspektive


Quartiermeister: gutes Bier trinken und Gutes dabei tun 1

Einer meiner Lieblings-Ahnen, Ernst Ferdinand Schmalfuß, war ab 1815 Branntweinbrenner, Stadtgerichtsbeisitzer und Bürgerdeputhierter in Zittau – vielleicht habe ich deshalb so ein Faible für das Brauerei- und Destillier-Handwerk. Leider hat dann anscheinend sein Erbe alles in den Sand gesetzt, so dass ich lediglich die schmalen Füße geerbt habe, aber die Branntweinbrennerei steht noch heute und beherbergt – neben einem Gewerbeanteil – nun altersgerechte Wohnungen. Was ich aber, glaube ich, auch von ihm geerbt habe, ist der Drang, mich – gemeinsam mit anderen – aktiv in die Stadt- oder Quartiersentwicklung einzumischen. Soziales und Wirtschaft einfach mal zusammen denken Durch meine Arbeit… Weiterlesen Quartiermeister: gutes Bier trinken und Gutes dabei tun