Quartiermeister: gutes Bier trinken und Gutes dabei tun 1


Branntweinbrennerei Schmalfuß, Bahnhofstr. 1, Zittau

Bahnhofstr. 1, Zittau heute, ehemaliger Standort der Branntweinbrennerei Schmalfuß,

Einer meiner Lieblings-Ahnen, Ernst Ferdinand Schmalfuß, war ab 1815 Branntweinbrenner, Stadtgerichtsbeisitzer und Bürgerdeputhierter in Zittau – vielleicht habe ich deshalb so ein Faible für das Brauerei- und Destillier-Handwerk.

Leider hat dann anscheinend sein Erbe alles in den Sand gesetzt, so dass ich lediglich die schmalen Füße geerbt habe, aber die Branntweinbrennerei steht noch heute und beherbergt – neben einem Gewerbeanteil – nun altersgerechte Wohnungen.

Was ich aber, glaube ich, auch von ihm geerbt habe, ist der Drang, mich – gemeinsam mit anderen – aktiv in die Stadt- oder Quartiersentwicklung einzumischen.

Soziales und Wirtschaft einfach mal zusammen denken

Durch meine Arbeit in Friedrichshain-Kreuzberg hatte ich auch immer mal wieder mit dem Kreuzberger Sozial-Unternehmen Quartiermeister zu tun und bin seit langem Fan von seinem Konzept:

“Quartiermeister ist ein Social Business, bestehend aus einem Unternehmen und einem Verein. Der Verein ist für die Mittelvergabe der Gewinne zuständig und kontrolliert das Gewerbe. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen fließt der von uns erzielte Gewinn nicht in private Taschen oder Anteilseigner, sondern zurück in die Gesellschaft; in Projekte, die unsere Nachbarschaften bereichern.

Du kannst entweder online oder über den Verein mit entscheiden, wohin die Gelder fließen. Bis heute konnten wir dank Menschen wie Dir knapp 35.000 Euro an mehr als 40 Projekte in den Nachbarschaften Berlins und Münchens ausschütten.”

Oberlausitz goes Kreuzberg – Kreuzberg goes Oberlausitz

Seit Neustem hat Quartiermeister jetzt auch ein Bio-Bier im Angebot, das quasi hier bei mir um die Ecke hergestellt wird, in der Stadtbrauerei Wittichenau im Landkreis Bautzen.

Bereits 20 Mal in Folge wurden die naturbelassenen Bier-Produkte des Familienunternehmens, das auch heute noch nach alten Rezepten arbeitet, mit dem unabhängigen, landesweiten “Brau-Ring-Qualitätssiegel” ausgezeichnet, das eine kontinuierliche, nachhaltige Qualität garantiert und ist als dritte Brauerei Sachsens Bio-zertifiziert.

Gründe genug, um guten Gewissens die nächste Party mit Quartiermeister steigen zu lassen (falls Du nicht anfangen möchtest, Dein eigenes Craft Beer zu brauen)!

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Und ein Grund mehr, hab ich mir gedacht, um Quartiermeister auch hier in der Oberlausitz zu etablieren, um, genau wie in Berlin oder Leipzig, aus Gewinn-Überschüssen soziale Projekte realisieren zu können.

Gute Ideen sind dazu da, sie weiter zu spinnen

Ist doch naheliegend, dass Bier, das in der Oberlausitz gebraut, auch in der Oberlausitz getrunken werden sollte. Und der Bedarf an tollen sozialen Projekten, die die Bewohner selbst auswählen können, ist hier sicherlich genauso groß wie in Berlin. Mit Quartiermeister bin ich bereits im Gespräch – jetzt fehlen nur noch Oberlausitzer, die sich ebenfalls für so ein Projekt begeistern können. Also ran an die Tasten und schreibt mir!

Und wenn Ihr schon jetzt beginnen solltet, Weihnachtsgeschenke für Bierbegeisterte zu sammeln, habe ich – neben Quartiermeister-Bier – noch einen weiteren Tipp für Euch auf Lager.

Einer meiner Lieblingsverlage, der nicolai-Verlag in Berlin, hat in diesem Jahr ein schönes und unterhaltsames Buch über Biermanufakturen in Berlin herausgegeben, das die Berliner Craft Bier-Szene beleuchtet, indem es spannende Geschichten von mutigen Brauern und jungen Brauereien erzählt, gespickt mit historischem Hintergrundwissen.

Prost

Deine tRaumpilotin

 

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